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Ausflugstipp Naupoldsmühle

Fotos Naupoldsmühle im Winter

Naupoldsmühle im Winter Foto 1 Naupoldsmühle im Winter Foto 2 Biergarten in der Naupoldsmühle  Naupoldsmühle im Winter Foto 3 Einfahrt Naupoldsmühle  Naupoldsmühle Museum Naupoldsmühle Museum Foto 2 Museum in der Naupoldsmühle Milo Barus Museum Naupoldsmühle

Chronik der Naupoldsmühle

Das genaue Alter der Naupoldsmühle ist nicht bekant, wahrscheilich exsistierte sie bereits im 13 Jahrhundert. Im Jahre 1641 war Caspar Naupold Besitzer der Mühle, Vorheriger Besitzer war Andreas Senf. 1694wurden Peter Paul Naupold und 1785 Johann Christian Napold als Besitzer genannt.

Die Mühle hatten einen alten und neuen Mahlgang, Einen Schneidegang und durfte 5 Esel halten. Der Besitzer im Jahre 1842 Hieß Hebenstreit. Die heute stehenden Gebäude mit Ausnahme des 1924 errichteten Küchenhauses, sind mindestens 200 Lahre alt.

Eine Zeichnung von 1890 zeigt das Mühlrad an der Stelle der jetzigen Terrasse. Der Mühlgraben velief am südlichen Hang. Da die Rauda nicht immer genug Wasser führte, wurde der Mühlenteich als Wasservorrat genutzt. Bei Bedarf wurde der Schieber geöffnet und das Wasser aus dem Teich auf das Mühlrad geleitet. Der Abflussgraben mündet auch heute noch erst etwa 150 Meter unterhalb der Mühle in den Bach.

Um 1900 erfolgte die Einrichtung der Mühle als Ausflugsgaststätte. 1904 wird als Besitzer E. Friedel genannt. 1910/12 wurden die oberen Teiche angelegt. 1914 erhielt Kurt Lätsch, dessen Vater zuvor als Knecht in der Mühle gearbeitet hatte, die Mühle und betrieb sie laut Annonce im Wanderführer des Thüringer Waldvereins als gut eingerichtete Gastwirtschaft . Die Teiche wurden zur Fischzucht benutzt, mehrfach ist in Wanderführer von einem Forellenteich die Rede. Dabei kann es sich nur um einem großen Teich bei der Mühle gehandelt haben, der fließendes Wasser hatte. Nach früheren Ansichtskarten verlief um den Teich herum ein Weg und in der Teichmitte befand sich eine Insel oder Plattform, die über einen Steg zu erreichen war. der Saal war zunächst ein Offener Laubengang, auch die Terasse erhielt erst später ein Dach. Kurt Lätsch verstarb im April 1956. Seine Witwe verkaufte die Mühle 1958 an die HO-Gaststätte Berlin Friedrichshai.

Die Mühle lag über längere Zei still und war arg  heruntergewirtschaftet. Die HO-Friedrichshain gab sie 1960 wegen Unwirtschaftlichkeit an den VEB Thüringer Teppichwerke Münchenbernsdorf ab. In den Jahren 1960-1963 erfolgte durch diesen Berieb der Um- und Ausbau als Kinderferienlager und Betriebsferienheim. 1964 war Wiedereröffnung. Im Winter wurde das Heim nicht genutzt.

Am Hang sollte noch ein Massivbau für das Ferienlager entstehen, da aber die dafür notwendigen Schwertransporte die Strasse zu stark geschädigt hätten, wurde statt dessen Bungalows erbaut. Einen drastischen Rückgang der Besucherzahlen brachte der Bau des Armeeobjektes bei Tautenhain und die damit verbundene Sperrung der umliegenden Waldgebiete in den Jahren 1966 bis 1968. Vermutich ist es auch der Grund, dass die Ferienheime im Mühltal im FDGB-Ferien und Bäderbuch 1976 nicht mehr erwähnt sind.

1990 fand letzmalig ein Kinderferienlager in der Naupoldsmühle statt. Paul Herold, seit 1973 Leiter des Ferienheims, stellte einen Kaufantrag an die Treuhandanstalt.

Die Formalitäten zogen sich hin, bis er im Jahre 1993 Eigentümer wurde.

Naupoldsmühle um 1920 Foto Naupoldsmühle um 1920

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