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Ausflugstipp Meuschkensmühle

Meuschkensmühle im Winter Foto 1 Meuschkensmühle im Winter Foto 2 Meuschkensmühle im Winter Foto 3 Meuschkensmühle im Winter Foto 4 Meuschkensmühle im Winter Foto 5

Chronik der Meuschkensmühle

Das genaue Alter der Meuschkensmühle ist nicht bekannt. Im Jahre 1635 war Hans Scharlach Besitzer der Mühle, 1662 Caspae Bücher. Die Mühle hatte einen Mahlgang, einen Schneidegang und eine Lohnmühle. Esel durften sie nicht halten.

Grundbesitz war Feld, Teich, Wiese, und Garten. Auserdem besaß die Mühle das Privileg des Rinderschälens im Lausnitzer Forstrevier, dehalb die Lohnmühle.

Im Jahre 1830 soll sie durch einen Herren namens Meuschke erworben worden sein, nach welchen sie heute noch genannt wird. Diese Aussage ist überprüfenswert, denn in der Chronik von A.L. Back aus dem Jahre 1843 findet sich der Nahme nicht. Hier heißt sie Oberschalachsmühle. Der Nahme war auch zu Beginn des 20. Jahrhunderts üblich, später tauchten auf Ansichtskarten beide Nahmen nebeneinander auf. Schließlich wurde nur noch der Nahme Meuschkensmühle genannt. Auf Postkarten die sich etwa in die Zeit des 19.Jh. datieren lassen, sieht man das Mühlrad an der Westseite des späteren Küchengebäudes.

Die Wasserführung erfolgte aus dem Teich, der heute noch vorhanden ist, über den Mühlgraben, der westlich der Strasse und in etwa 40 m Entfernung  paralell zu dieser verlief. Er ist heute verschwunden. An der Stelle des heutigen Pakplatzes , befand sich ein Gartengrundstück.

Die Mühle wurde in den 20er Jahren Gaststätte und Pension, dabei kam es zu größeren Umbauten. Die Zufahrt von Autos war damals von Weißenborn aus nur bis zur Meuschkensmühle gestattet. Im Wanderführer des Thüringer Waldvereins von 1930 ist auch die Rede von der z.T neuerbauten Meuschkensmühle. Vermutlich wurden dabei auch etliche Nebengebäude abgerissen. An der Giebelseite des Neubaues befand sich über einer Treppe, der Eingang zur Gaststätte.

Auf einer Reklameschrift von ca. 1930 heißt der Besitzer Paul Gäbler. Er wirbt auser für die Gasstätte und Pensionszimmer auch für das Freibad Weißenborn als Waldschwimmbad ( Meuschkensbad )betrieben. 1956 übernahm Emil Bahr ( bekannt unter seinem Artistennahmen Milo Barus ) die Gaststätte.

1969 erfolgte der Verkauf des Anwesens an die Deutsche Post. Diese nutzte die Gebäude als Ferien- und Schulungsheim. In den folgenden Jahren wurden etliche Um- und Anbauten durchgeführt. Seit dieser Zeit war die Meuschkensmühle keine öffentliche Gaststätte mehr. 1991 / 92 wurde die Meuschkensmühle der Deutschen Telekom AG, Gera zugeordnet. 1992 wurde ein Kiosk mit Biergarden eröffnet.

Seit 2006 befindet sich die Mühle in Privatbesitz.

Meuschkensmühle um 1920 Foto um 1920

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