Ausflugstipp Schössersmühle

Fotos Schössersmühle im Winter

Schössersmühle im Winter Schössersmühle im Winter Foto2 Schössersmühle im Winter Foto 3  Schössersmühle Biergarten im Winter An der Schössersmühle Foto Schössersmühle Schössersmühle Zufahrt

Chronik der Schössersmühle

Die Mühle bestand bereits vor 1285. In diesem Jahr schenkte Margraf  Friedrich der Gebissene sie dem Eisenberger Kloster.Bis 1530 war sie in Klosterbesitz.1538 hießen ihre Besitzer Georg und Jubst Schindler, 1552 wurde die Mühle an die Stadt Eisenberg verkauft,am 26 Septemper 1565 verkaufte die Stadt sie an Ambrosius Eßiger.

Der Eisenberger Chronist A.L. Back berichtet über einen sich am 14 Juni 1610 ereigneten tötlichen Unfall eines Jungen in ,,Brosius Epigers Mühle“. Mitte des 17. Jahrhundets erwarb der Eisenberger Amtsschösser ( Steuereinnehmer ) Peter Paul Freiesleben die Mühle. Zu ihr gehörten 11 Acker Feld und Wiese, je ein Waldstück dieseits und jenseits der Mühle und zwei Teiche. Die Mühle hatte einen Schneidegang und zwei Mahlgänge und durfte 6 Esel halten.

Datiert vom 12 September 1683 ist ein Bericht über den Sohn eines Kammerdieners und einer Magt, die auf dem Teich der Mühle auf einer ,,Platschke“ fuhren und ertranken. 1676 war Friedrich Freiesleben der Besitzer der Mühle. Back berichtet über einen weiteren Unfall, der sich am 14 Mai 1717 in der Schössersmühle zugetragen hat. Der Pächter Andreas Prüfer traf sich versehentlich sebst beim Pistolereinigen und setzte seine Kleidung in Brand.Der Brand wurde gelöscht , der Pächter starb kurz darauf.

Im18/19 Jahrhundert war die Famielie Steinbrück Mühlenbesitzer.1743 wurde Carl Steinbrück genannt, 1851 ließ August Steinbrück das Seitengebäude errichten ( Tafel an der Nordseite des Gebäudes ). Während zu Beginn des 20 Jahrhunderts die anderen Mühlen sich auf Gastronomie und Ausflugsziehle umstellten, blieb die Mühle am längsten von allen noch in Betrieb. Durch die Besitzer Eugen und Otto Marx wurde erst im Jahr 1953 die Mahlmühle stillgelegt ( einige Jahre nach der Schneidemühle ) und die Landwirtschaft aufgegeben. 1954 erfolgte die Übernahme durch das Braunkohlewerk ,, Einheit “ Bittefeld und die Einrichtung als Kinderferienlager und Waldcafe. 1955 begann der Gaststättenbetrieb,die Bewirtschaftung übernahm der Heimleiter. Von 1960 bis 1962 gab es keinen Gaststättenbetrieb, danach Bewirtschaftung auf Kommissionsbasis durch verschiedene Wirte.

Ab 1972 übernahm Die Großhandelsgesellschaft ,, Waren täglichen Bedarf “ Weißenfels die Schössersmühle als Betriebsferienheim und baute in dem Gelände oberhalb der Mühle 7 Bungalows zur Nutzung für ein Kinderferienlager ( 1973 ) . Die Gesellschaft beantragte bei der Stadt Eisenberg, die reste des alten Mühlrades abbrechen zu dürfen.Ein Mahlwerk war zu dieser Zeit schon nicht mehr vorhanden . Noch im Jahre 1964 soll das 4 Meter unter Denkmalschutz gestellte Mühlrad vorhanden gewesen sein. Die Gesllschaft baute eine Attrappe des Rades am gleiche Ort. Zu Beginn der 90 Jahre wurde das Ferienlager aufgegeben. Die Gaststätte übernahm Frank Rymer zunächst als Pächter, ab1993 als Eigentümer.

Schössersmühle um 1910 Schössersmühle um 1910