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Ausflugstipp Pfarrmühle

Fotos Pfarrmühle im Winter

Pfarrmühle im Winter Foto 1 Pfarrmühle im Winter Foto 2 Pfarrmühle im Winter Foto 3 Mühlrad Pfarrmühle im Winter Pfarrmühle im Winter Foto 5 Pfarrmühle im Winter Foto 6 Pfarrmühle im Winter Foto 7

Chronik der Pfarrmühle

Nach einer Klosterurkunde aus dem Jahre 1290 wure die Pfarrmühle in jenem Jahr vom Eisenberger Kaufmann Günther dem Kloster geschenkt. 1647 kaufte Magister Günther , Pfarrer von Klosterlausnitz, die Mühle von Joseph Merkens Erben. Zu dieser Zeit hatte die Mühle einen Schneidegang und 2 Mahlgänge und durfte höchstens 4 Esel halten. Zum Grundbesitz der Mühle gehörten Garten, Wiese und zwei Stück Wald. Im Besitz der Familie Günther verblieb die Mühle über ein Jahrhundert.

 

1692 gehörte sie dem Magister Caspar Günther,Pfarrer in Klosterlausnitz, 1694 dem Magister Jacob Günther, Pfarrer in Rüdersdorf, 1731 dessen Sohn, dem Superintentdenten Günther in Kahla. Später kam die Mühle an die Familie Prüfer, die sie bis zum Ende des18. Jahrhunderts besaß. 1790 hieß der Besitzer Andreas Prüfer, im Jahre 1843 Christian Kunze. Nach der Jahrhundertwende wurde die Mühle wie die meisten anderen stillgelegt und ab 1908 als Gastwirtschaft und Sommerfrische betrieben.

 

Zwieschen 1908 und 1943 weckselte die Mühle siebenmal ihre Besitzer :1908 Eduard Fischer, 1913 Oskar Berger, 1918 Otto Heuschkel, im gleichen Jahr noch Eduard Zeymer, 1919 Otto Hesse, ab 1927 Paul Fischer,der im Wanderführer des ” Thüringer Waldvereins ” das “Waldhaus Pfarrmühle” als Ausflugslokal mit “großen schattigen Garten” annonciert. 1942 wurden Familie Stöler  aus Leipzig die Besitzer. ab 1943 gehörte die Mühle dann der Familie Schürer. Ab 1952 wurde die Gaststätte von Frau Luice Eicke verw. Schüren betrieben.

Diese wurde 1958 von Rat des Landkreises Jena enteignet. Der Kreisrat übergab die Gaststätte der HO-Eisenberg, 1961 ging sie an das Institut für Fördertechnik Leipzig und schließlich zur HO-Halle Neustadt. In den 70 und 80 Jahren wurde das Mühlrat abgebrochen, das noch bis 1954 den Generator der Mühle angetrieben hatte.
Das Hochwasser vom August 1981 zog die als Betriebsferienheim eingerichtete Mühle so stark in Mitleidenschaft, dass sie für mehrere Jahre geschlossen werden musste. Nach umfassender Sanierung und Modernisierung durch die HO wurde sie wieder eröffnet. 1991 übernahm Ursula Weik Enkelin des letzten Besitzers, Herrn Schüren, die Pfarrmühle und ließ weitere Modernisierungsarbeiten durchführen.1993 wurden als Touristenattraktion ein neues Mühlrad als Schauanlage installiert und 1994 ein Tiergehege mit Dammwild eröffnet.

Die Neu und die Umbauten wurden immer wieder auf den alten Grundmauern der Mühle vorgenommen. Das ursprüngliche Mühlengebäude war ein mit der Giebelseite zur Staße zeigenden Bau, der Mühlgraben der ab der Froschmühle unmittelbar neben den Weg nach Eisenberg verlief, ist nicht mehr vorhanden. Er wurde nach den Abbrucharbeiten der 70 bzw. 80er Jahre mit Bauschutt verfüllt.

Pfarrmühle um 1910 Foto um 1920

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