Ausflugstipp Froschmühle

Froschmühle im Winter

Chronik der Froschmühle

Das genaue Alter der Froschmühle ist nicht bekannt. Wahrscheinlich exsistierte die Mühle schon im 15. Jahrhundert. Im Jahre 1585 gehörte sie einen Besitzer mit Spitznahmen Frosch, nach welchen sie ihren Nahmen erhalten hat. 1662 war der Eisenberger Stadtschuldheiß Chritoph Beyer der Besitzer.

Dir Mühle hatte zu dieser Zeit einen Schneidegang, einen alten und neuen Mahlgang und hielt 5 Esel. 1785 gehörte sie Chritoph Fröhlich. Der Besitzer von 1843 hieß Johann Gottlob Loher. 1847 wurde die Mühle an die Familie Haufe verkauft. 1847 brannte die Froschmühle ab und wurde vollständig neu aufgebaut. Die Jahreszahl über dem Eingang des Küchengebäudes erinnert daran. Auch ein weiterer Bau stammt aus dieser Zeit, der vermutlich im EG. als Stall, im Obergeschoß für Gesindewohnungen diente. Der Mühlgraben verlief hinter dem Gebäude am Hang, bog hinter dem Küchenbau um die Ecke und mündete in der Nähe Brücke wieder in den Bach. Um 1890 wurde die Mühle als Pension und Gaststätte eingerichtet, die Schneidemühle blieb noch bis zum Jahre 1914 in Betrieb.

Der Besitzer von 1904 hieß Albert Haufe, der bereits 1890 die Schankkonzessieon erhielt. Weitere Wirte waren : 1912 Artur Petsch, 1913 Theodeor Kolbe, 1914 Albert Haufe, 1927 Walter Junge, von 1930 bis 1932 war Kurt Lätsch Gastwirt und Unterpächter der Brau Kommune Eisenberg, 1932 Alfred Haufe, 1939 Dr. Fritz Köhler, der 1947 verstarb. Von 1948 bis 1955 hatte Bruno Schandig die Schankkonzession und von 1955 bis 1956 Erich Ludwig. In den 20er und 30er Jahren war die Froschmühle ein Wintersportzentrum. Der damals Baumlose Hang oberhalb der Mühle mit dem anschließenden Holweg. Heute Teil des Mühlgraben-Wanderwegs, diente als Rodelbahn. Auf der anderen Seite der Mühle und der Rauda, in den Mückenthälern wurde Jährlich eine Einfache Sprungschanze aufgebaut. Zwieschen 1954 und 1960 sogar dauerhaft. Von 1945 bis 1953 soll in der Froschmühle eine Dolmetscherschule, anfangs unter amerikanischer Führung, eingerichtet gewesen sein. Die Inventarliste enthielt u.a. auch eine Wasserturbine mit Stromgenorator, daraus folgt dass sich die Froschmühle zu diesem Zeitpungt selbst mit Strom versorgt hat. Unter dem Pächter Erich Ludwig begann das Amwesen zu verkommen.

Im Jahre 1957 schloß die Stadt mit Frau Leise einen langfristigen Pachtvertrag ab, um die zusehens verfallene Mühle als Jugendherberge zu nutzen. Eine Küche war zunächst nicht vorhanden. Die Bettenzahl stieg innerhalb eines Jahres von 18 auf 88 an. Der entgültige Ausbau war bis 1965 geplant. 1973 kaufte die Stadt Eisenberg die Mühle. Im gleichen Jahr wurde der inzwischen baufällige Tanzsaal abgerissen. Der Herberbsleiter hieß bis 1981 Kleinholz, ab 1982 Schäfer.

Bernd Pratsch, der jetzige Herbergsleiter arbeitete von 1962-1965 schonal in der Froschmühle. 1990 wurde die Herberge dem Jugendherbergen Verband Thüringen zugeordnet. Der Mahlstein aus jener Zeit, als die Mühle auch als Mahlmühle für Korn diente, wurde bis Ende der 60er Jahre als Tisch für die Gäste des Biergartens am Bach neben dem ehemaligen Tanzsall genutzt.

Froschmühle um 1920 Foto Froschmühle um 1920